Das Stück

Die Geschichte vom Brandner Kaspar wurde bereits 1871 in fliegenden Blättern veröffentlicht. Schon diese Urfassung von Franz von Kobell erzählt die wunderschöne Geschichte, wie der Brandner Besuch vom Boanlkramer bekommt. Seine Zeit sei gekommen und der Boanl will ihn in das Himmelreich geleiten. Der Kaspar kann sich aber mit dem Gedanken, jetzt schon abzutreten so gar nicht anfreunden.

Er macht den Boanl mit Kerschgeist betrunken und überredet ihn zu einem Kartenspiel. Dabei betrügt er so geschickt, dass er 18 weitere Lebensjahre herausschlägt. Als die Gaunerei im Himmel auffällt, ist der heilige Porter gar nicht begeistert...

 

Kobells Ururgroßneffe Kurt Wilhelm bearbeitete und inszenierte 1975 das Werk seines Vorfahren für da Residenztheater in München. Die Fassung Der Brandner Kaspar und das ewig’ Leben stand bis 2001 über 1000 Mal im Programm des Bayerischen Staatsschauspiels und wurde von vielen Bühnen übernommen. Wilhelm fügte auch die humoristischen „himmlischen Szenen“ hinzu. Mittlerweile gibt es viele Fassungen und Verfilmungen, zuletzt von Joseph Vilsmaier mit Franz Xaver Kroetz und Michael Bully Herbig in den Hauptrollen.

 

Wir von der Theatergruppe der Schützengesellschaft Waldperle Inning am Holz wollen schon lange einmal im Sommer ein Freilichttheater spielen. Das Gelände um die Inninger Alm bietet sich dafür hervorragend an. Bisher hat es aber leider nie geklappt. Dieses Jahr im Juli wird sich das ändern. In einer aufwändigen Inszenierung bringen wir dann "Der Brandner Kaspar und das ewig' Leben" dank der Mithilfe von vielen freiwilligen Helfern auf die Bühne.